Das Höhlensystem von Cala Morell

Indy-Faktor:

Mystik-Faktor:

Das Areal umfaßt 15 Höhlen mit verschiedenen Grundrissen. Sie werden als Bestattungsorte gedeutet. Ihre Nutzung wurde anhand von Funden bis 1800 v. Chr. datiert.

 

Die sog. „Capades de Moro“, an den Außenwänden angebrachte Nischen, werden als Vorrichtungen für Urnen oder Kinderbestattungen angesehen (siehe auch Son Catlar). Ob sie tatsächlich dafür bestimmt waren, ist reine Spekulation.

 

Die Höhlen 9+10 besitzen Vorhöfe mit Becken, die sich jahreszeitlich bedingt in Tümpel vielfältigen Lebens verwandeln.

Koordinaten: N40° 3.01597 E3° 52.95367

Diese beziehen sich auf den Parkplatz bei den Höhlen

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Die Feriensiedlung Cala Morell liegt in unmittelbarer Nähe der Touristenattraktion

Ohne es zu wissen, begannen wir unseren Rundweg mit dem Ausgangstor - wir erarbeiten uns also im weiteren Verlauf das Gelände etwas unkonventionell von hinten nach vorne. Im Hintergrund Höhle 14

Eine steinerne Treppe aus neuerer Zeit führt auf ein Plateau, auf dem sich sicherlich zahlreiche interessante Bearbeitungsspuren hätten finden lassen, wie man hier bereits sieht...

 

 

 

 

 

...hätte die Sonne nicht so erbarmungslos gebrannt

Das Innere von Höhle 14 besitzt zwei mächtige Säulen und erhöhte Plattformen

Die angesprochene Treppe zum Plateau trennt Höhle 14 von der sich anschließenden Höhle 13

Sie ist 7,30 m lang, 8,70 m breit und 2,45 m hoch und besitzt neben dem Vorraum drei „Zimmer“

Oberhalb von Höhle 14 liegt  Höhle 15 mit Vorhof und einem ungewöhnlichen rechteckigen Eingang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Höhlen 12 (links) und 11 (unten) werden als die ältesten des Geländes angesehen.

Sie besitzen „Korridore“ vor den Eingängen.

 

Panoramasicht auf die Höhlen 5-1 (v. l. n. r.)

Die außergewöhnliche Fassade von Höhle 4 ist das meistfotografierte Objekt des Areals

Die Front mit dem ehemaligen Eingang erinnert an eine Hausfassade. Die „Tür“ wird gesäumt von einem Sims und seitlichen Kolumnen.

Der heutige Zugang liegt einige Meter weiter links

Unterhalb des ursprünglichen Eingangs ist eine unterteilte Wanne

in den Fels gemeißelt

Heutiger Eingang in Höhle 4. Links im Vordergrund sieht man zwei sogenannte "Capades de Moro"

Ihr Grundriß ist komplex. Es gibt eine Reihe von Nebenkammern, deren Böden gegenüber der Hauptkammer erhöht sind. Die Gesamtlänge des steinernen Hohlraums beträgt 10,30 m und mißt 11,80 m in der Breite

Jahrhunderte nach ihrer Entstehung wurde Höhle 5 von Bauern als Zisterne zweckentfremdet. Sie mauerten das eigentliche Portal zu, bohrten ein Loch in die Decke und dichteten Boden und Wände ab, um das Wasser aufzufangen. Der heutige Zugang erfolgt über ein Loch, welches etwa 1,5 m über dem Boden liegt (die drei Personen stehen genau davor). An der Felswand sind "Capades do Moro" zu erkennen

Höhle 5 weist einen beeindruckenden Grundriß mit Gängen, Kammern und Nischen auf. Sie ist 9,80 m lang, 10,20 m breit und 2,20 m hoch

Der sich abzeichnende, grünbraune Rand verrät aller Wahrscheinlichkeit nach den ehemals vorherrschenden Wasserstand während der Nutzung als Zisterne

Höhle 3 ist  7 m lang, 8,80 m breit und 2,25 m hoch.

Der Grundriß ist irregulär. An der hinteren Wand ist eine Säule ausgearbeitet, die den Innenraum in zwei Bereiche aufteilt.

Durch das später gebrochene kleine Loch in der rechten Wand gelangt man heutzutage in Höhle 2.

Ihr ursprünglicher Eingang ist inzwischen wegen Verschüttung nicht mehr zugänglich.Leider haben wir dieses Detail übersehen, so daß wir das Innere von Höhle 2 nicht besichtigt haben. Das wäre an sich nicht weiter schlimm, aber gerade dieser Raum weist eine Besonderheit auf

 

 

 

 

Die einzige Säule von Höhle 2 (im Hintergrund sichtbar) gleicht in ihrer Erscheinung einer Taula. Ihr Fuß ist von rechteckigem Grundriß, der von einem ebenfalls rechteckigen Kapitell zur Decke hin gekrönt wird. Zumindest bei den Höhlen von Cala Morell ist diese Erscheinung einzigartig

Frontansicht von Höhle 1

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgang zu den Höhlen 1-5, wenn man den konventionellen Weg wählt...

 

...denn inzwischen haben wir uns zum offiziellen Eingang vorgearbeitet. Eine kleine Brücke führt hinter dem Informationsschild über den antiken Boden

 

 

 

 

 

 

Die Vertiefungen darunter erwecken den Eindruck von im ehemals weichen und heute versteinerten  Boden hinterlassenen Spuren

 

 

 

 

Sie verlaufeh über in einen wie gebahnt erscheinenden Weg im felsigen Untergrund

Auf dem Rückweg passierten wir Höhle 7 mit Vorhof

Höhle 7  ist 6,20 m lang, 7,20 m breit und 2,10 m hoch. Der Grundriß ist rund mit einer einzelnen Säule. Der dahinter liegende Absatz besitzt die höchste Ebene aller Höhlen in Cala Morell. Erwähnenswert ist auch die kleine Niesche im Hintergrund

 

 

 

 

 

Sie weist eine vertiefte Umrandung auf. Ich bin sicher, daß die immer wieder anzutreffenden Rahmen eine Funktion hatten.

Hier fällt mir als erstes eine Glasscheibe ein…

 

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