Die Kegelberge Grand + Petit Jumeau

Indy-Faktor:

Mystik-Faktor:

 

Die beiden Berge Grand Jumeau und Petit Jumeau (großer und kleiner Zwilling) stechen einem durch ihre ungewöhnliche Form, ihre Nähe zueinander und ihre Ähnlichkeit förmlich ins Auge. Nicht nur dies reizte, sie zu erwandern, sondern auch die Tatsache, daß der Petit Jumeau in der Wanderkarte ein Symbol auf seiner Spitze trägt, welches so in keiner der Wanderkarten ein zweites Mal zu finden war.

 

Auf dem Gipfel des Grand Jumeau gibt es eine schöne Aussichtsplattform mit einem wunderbaren Blick über die Landschaft. Beim Rundgang über die Bergkuppe entdeckt man einen Stein mit einer großen, trotz (oder gerade wegen?) der Bemoosung wunderbar erkennbaren Spiralgravur und einen Dolmen (wobei dieser von hinten nicht als Dolmen zu erkennen war) Und über allem liegt der mystische Zauber eines bemoosten Waldes mit seiner unbekannten Vergangenheit.

 

Der Gipfel des Petit Jumeau macht dem Symbol auf der Wanderkarte alle Ehre. Es wurde als Kreis mit sternförmigen Auswüchsen dargestellt und so findet man auch einen Teil des Gipfels vor. Es handelt sich um sternförmig angeordnete Felsbrocken (eine solche Formation ist auch beim Camp Celtique de la Bure sichtbar), die die eine Seite der Bergspitze im Halbkreis umfaßt. Wahrscheinlich war früher einmal der gesamte Gipfel in dieser Form eingefaßt.

Auf der anderen Seite befindet sich ein Stein mit Gravur, ein Felsplateau mit Stufe und Schale sowie, von oben erkennbar, das zackenartige Felsmuster.

 

Uralte Stufen führen vom Plateau herunter. In der unteren Ebene tümmeln sich einige Felsformationen, darunter eine, die aussieht, wie eine umgedrehte Treppe.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kommt man an dem sogenannten "Pierre a Cheval" vorbei. Was dieser mit einem Pferd zu tun hat, hat sich mir nicht erschlossen, aber imposant ist das hochkant stehende Ungetüm allemal.

Auch die Beschriftung "Pierre a Chavel ou Dolmen" (Pierre a Cheval ODER Dolmen) verwirrt - wie darf man das verstehen? Bleibt es einem selbst überlassen, was man darin sieht?

Allerdings könnte man in der vor dem Pierre a Cheval liegenden Steinplatte eine Deckenplatte sehen, darunter ist ein Hohlraum.

Viel interessanter ist jedoch die Oberfläche der Steinplatte. Hier sind einige Gravuren eingeritzt, und zwei davon verdienen besondere Aufmerksamkeit. Ihr Stil erinnert sehr an Petroglyphen. Leider sind sie stark verwittert, so daß man nur erahnen kann, wie sie aussehen könnten. Sie müssen sehr alt sein! Bei einem zweiten Besuch wurden die (nur die eindeutig sichbaren)  Linien mit Kreide nachgezogen, um die Gravuren besser sichtbar zu machen. Ihr Geheimnis haben sie aber dennoch nicht gelüftet.

 

Was für ein geheimnisvoller Berg!

Koordinaten:

Felsbrocken mit Spiralgravur Grand Jumeau: 48.31075 6.8501

Pierre à Cheval mit Petroglyphen Petit Jumeau:

48.31525 6.849467

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