Monte Brasil

Mystik-Faktor:

 

Der Berg, der gleichzeitig eine Halbinsel an der Südküste Terceiras bildet, ist der Überrest eines Tuffvulkans, der bei verschiedenen Ausbrüchen des großen Zentralvulkans Guilherme Moniz entstand. Er ist 205 m hoch und beherbergt eine 330 m lange und 130 m breite Kraterebene. Der Krater selbst mißt ca. 2 km im Durchmesser. Zwischen 1580 und 1640 wurde der Berg in einen umfassenden Beobachtungs- und Verteidigungskomplex verwandelt, von dem Forte de São João Baptista nur ein Teil ist. Dazu gehören außerdem die Forts São Benedito und Santo Antonio im Osten, Forte da Quebrada im Süden und Forte de São Diogo im Westen. Hohe Wehrmauern säumen die östliche und westliche Flanke des Bergs. Aufgrund seiner Größe stellt der Komplex die wichtigste Befestigungsanlage der Azoren dar. Er ist sogar einer der größten dieser Art weltweit.

 

Höhlen an der Westspitze (Forte de São Diogo) sowie am Westweg auf halber Höhe des Berges und verwitterte Strukturen im Gestein am Pico do Facho deuten auf eine bereits vorgeschichtliche Nutzung hin. Das Gebiet um Forte São João Baptista sowie die Ost- und Westflanke sind vom Militär besetzt und größtenteils gesperrt. Alle anderen Bereiche des Monte Brasil sind frei zugänglich.

 

Die gesamte Halbinsel ist Naturschutzgebiet.

 

Um zu den Höhlen beim Forte de São Diogo im militärischen Sperrgebiet zu gelangen, haben wir eine geführte archäologische Tour bei Juca von Trilhas-Tours gebucht. Er holte vorab die erforderliche Genehmigung beim Militär ein.

Die Tour beinhaltete auch Grota do Medo, Ruts bei Posto Santo, Passagem das Bestas, Kolumbarium und den Dragonhead.

 

Wie und ob man auf eigene Faust zu den Höhlen beim Forte de São Diogo kommt, ist uns nicht bekannt.

 

 

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Pico do Facho (Gipfel der Fackel)

Auf dem höchsten Punkt des Pico do Facho muß in grauer Vorzeit schon einiges los gewesen sein. Am kümmerlichen Rest der ursprünglichen Bergkuppe sind bereits neben der Treppe...

...urzeitliche Spuren zu sehen

 

 

 

 

 

 

Sie setzen sich am Wegesrand fort

 

 

 

 

 

Runde und quadratische Löcher...

 

 

 

 

 

 

...in gemeißelten Gesteinsstreifen

 

 

 

 

Hier wird es besonders interessant.

Die Wissenschaft bringt die Spuren mit einem Gebäude und einem Lichtmast aus dem 20. Jahrhundert in Verbindung

 

 

 

 

 

Ob wirklich alle Spuren in diesem Zusammenhang entstanden, ist fraglich

 

 

 

 

 

 

 Klammervorrichtungen werden z. B. gerne den Kelten zugeschrieben

Ein in Stein gemeißeltes Halbrund

Spätestens bei diesem inzwischen leider überbauten und stark verwitterten Abschnitt manifestiert sich der Gedanke an prähistorische Hinterlassenschaften

Forte de São João Baptista und Höhle am Westweg

Das Fundament des Forte de São João Baptista ist höchstwahrscheinlich die Basis eines viel älteren Bauwerks

Auffällig ist auch das Flickwerk in der alten Substanz

(in der Mitte des Fundaments)

Auch beim Bau der Wehrmauer hat man bestehende Strukturen ummauert und so gleichzeitig integriert...

...was sich hier auch besonders verdeutlicht

Leider konnte nicht herausgefunden werden, wozu die quadratischen Parzellen am Fuß der Festung dienten

Im Hintergrund sind weitere ummauerte Elemente zu sehen

Auch die Parzellen bestehen nicht aus reinem Mauerwerk

Auf dem Westweg auf halber Höhe des Monte Brasil verbirgt sich eine Höhle in dieser Nische

Sie ist nicht so klein, wie es auf dem Foto scheint

Die umlaufende „Bank“ liegt recht weit im Inneren...

...so daß man schön geschützt sitzen und die Aussicht genießen kann

 Höhlen beim Forte de São Diogo

(Militärisches Sperrgebiet - Zugang nur mit Führung)

Kurz hinter dem Zugang zum Sperrgebiet stößt man auf einen Außenposten des Forts de São João Baptista

Nach rund 1,5 km hat man das Plateau fast erreicht.

Kurz davor liegt die erste Höhle

Über die Erschaffer der Höhlen herrscht Uneinigkeit. Die gängigste Theorie geht auf das Konto der Phönizier. Dabei bleibt unklar, welche Funktion sie hatten. Diese hier verfügt über Rinnen, die von beiden Seiten der Rückwand in ein kleines Becken münden

In der Seitenwand befinden sich einige kleine Nischen

Die Spuren im Plateau, auf denen das Forte de São Diogo errichtet wurde, weisen auf eine Nutzung vor dem 16./17. Jahrhundert hin

Insgesamt reihen sich am Rande des Plateaus drei Grotten aneinander. Der Eingang der 3. Höhle (rechts) ist zugewachsen und nicht mehr zugänglich

Vor dem Eingang zu Höhle 1 verläuft eine Rinne...

...vorbei an Höhle 2 zur kleinen Mauer rechts am Bildrand

Doch dort endet sie nicht etwa. Unter der kleinen Mauer setzt sie sich bis zum Klippenrand fort und passiert dabei einen Felsen mit verwitterten Bearbeitungsspuren. Weitere Kanäle wurden offensichtlich eingeebnet

Verlauf der Rinne und verwitterte Spuren in der Felswand

 

 

 

 

An der Steilküste endet die Rinne

Die riesigen Reifen dienen dem Militärcorps als Trainingsgerät, wie uns Juca erzählte

Eingang von Höhle 1

An Fuße der Wand verläuft eine breite Rinne, an die vier große Vertiefungen angeschlossen sind

 

 

 

 

 

Nur eine enthielt Wasser

 

 

 

 

 

Seitens der Archäologie wurden hierzu verschiedene Überlegungen angestellt.

Neben „Opferschalen“ und Wasserbevorratung wurde sogar der Lichteinfall zu den Sonnenwenden mit den Vertiefungen in Verbindung gebracht

Eingang von Höhle 2

Sie enthält ein meterlanges und ebenso tiefes Becken, das fast als „Schwimmbad“ bezeichnet werden könnte

An der Rückwand befindet sich eine in den Stein gemeißelte „Scheintür“ (rechts)

 

 

 

 

 

Welche Bedeutung

hatte sie?

 

 

 

 

 

 

Blick von der "Scheintür" Richtung Eingang

Im Gestein hinter der Treppe...

 

 

 

 

...sind uralte Trittspuren zu erkennen

Der Hang fällt steil zum Meer hin ab und endet an einer natürlichen Grenze

Mir fiel unterdessen der weiße Steinblock auf, der so gar nicht ins Bild paßt

Der prachtvoll reliefierte Marmor(?)-Quader wurde offensichtlich als Gedenkstein zweckentfremdet

 

 

 

 

Die Inschrift lautet: „Konstitutionsbataillon 4. April 1830“.

Stammt der Stein möglicherweise von einem römischen Tempel?

Nur einige Stätten, die es hier entdecken gibt:

Mystische Stätten

im Elsaß:

Mont St. Odile - Mysteriöser Berg mit Heidenmauer, rätselhaften Felsformationen, Burgen und einem Dolmen

Pierre á Bassins

Gigantischer Steintopf:

La Cuve de Pierre

Verloren Eck

Pierre des Druides

auf dem Wüstenberg

Riesige Steinspur:

Pierres d'Autels Reisberg

Stampflöcher auf dem Frohnberg

Mystische Stätten

in Lothringen:

Thron am höchsten Punkt:

La Roche Corbeaux

Petroglyphen auf dem Petit Jumeau

Roches á Cupules

Mystische Stätten

in den Vogesen:

Le Donon - höchster Berg der unteren Vogesen

Unbekanntes Ruinenfeld beim Felsenmeer nahe Gerardmer

Chemin des Roches Dieffenthal

Tête des Cuveaux

Roches de La Moulure

Dolmen de Purifaing

Symbolträchtiger Stein und Cart Ruts am Lac de Pierre Percée

Gigantische Ausmaße: Sechseckige "Badewanne" im Vallon St. Martin

Hier wurden Mühlsteine produziert: Steinbruch im Vallon St. Martin

Laleu Colline und Pierres de Sacrifice

Mystische Stätten

in Süddeutschland:

Der Nonnenfelsen

bei Bad Dürkheim

Schalensteinpfad Schonach

Schalensteine Gremmelsbach

Historischer Rundweg Leistadt

Mystischer Ort Sternenfels

Grabhügel bei Schmie

Große Kunst:

Steinbruch bei Schmie

Ergonomisch: Steinsofa in Schwaibach

Fremdartig: Der Mauzenstein bei Bad Herrenalb

Priorstein bei Baiersbronn

Schalensteinpfad Schonach

Wie ein Fremdkörper: Teufelsstein Bad Dürkheim

Fast unsichtbar:

Steinhöhle bei Zweibrücken

Menhir bei Weilheim/Tübingen

Grabhügel in Kilchberg

Steinbruch mit römischen "Stempeln":

Der Kriemhildenstuhl Bad Dürkheim

Der Dahner Felsenpfad

Das Felsenmeer im Odenwald

Mystische Stätten

im Harz:

Treppenstein auf

dem Huthberg

Megalithanlage Burg Regenstein

Regensteinmühle bei Burg Regenstein

Große und Kleine Sandhöhlen

Die Felsenwohnungen bei Langenstein

Der Hohlweg der Altenburg bei Langenstein

Abgeladen: Teufelssessel

auf der Teufelsmauer

Uralte Trittspuren bei der

Teufelsmauer

Burgen und Chateaus:

Burg Alt-Windstein mit

Uralt-Spuren

Chateau Lutzelhard

Burg Altdahn

Cart Ruts - ein weltweites Phänomen, sogar direkt vor der Haustür:

Clapham Junction auf Malta: das berühmteste und doch nur eines von zahlreichen Steingleisen weltweit

Cart Ruts auf dem Kniebis im Schwarzwald

Cart Ruts in Albstadt-Ebingen

Tiefe Wagenspuren und ein Indianerkopf bei Le Saut du Prince Charles

Cart Ruts auf São Miguel/Azoren

Direkt am Straßenrand und doch kaum sichtbar:

Cart Ruts bei Posto Santo, Terceira/Azoren

Relheiras Passagem das Bestas auf Terceira/Azoren

Die Cart Ruts von São Bras auf Terceira erstrecken sich weiter, als man denkt

Die rätselhaften Externsteine:

Felsnadeln mit vielen Geheimnissen

Seelenloch auch in Deutschland:

Das Ganggrab in Züschen

Megalithochburg Morbihan/Bretagne:

 

Menhiralleen bei Carnac

Géant de Kerzerho

Bretagne/

Ille-et-Vilaine/Janze-Esse:

La Roche aux Fées

Rätselhafte Polissoirs:

Polissoir de la Petit Garenne/Bretagne

Menorca - Megalithhochburg im Mittelmeer

Torralba d'en Salord: Mit 4,30 m die größte Taula Menorcas

Dolmen Ses Roces Llises

Restauration schon in der Antike? Die gestützte Taula von Talatí de Dalt

Perforisiert: Son Catlar

Geniale Konstruktion: Fächerdach von Torre d'en Galmes

Poblado Talyotico de Biniparratx Petit

"Umgedrehte Schiffsrümpfe": Die Navetas auf Menorca

Malta - einer der bekanntesten Hotspots der Antike:

Gigantija-Tempel auf Gozo

Das Hyopgäum auf Malta

Terceira/Azoren - reiches Erbe im Atlantik:

Geheimnisvolle Höhlen am Fuße des Monte Brasil

Der "Druidenstuhl"

im Wald von Grota do Medo

Drachenkopf in der

Serra do Cume

Kolumbarium

Weitere bemerkenswerte Orte weltweit:

Herausgefräst: Schiffsgravur in einem Felsen am Fuße der Akropolis auf Lindos

Ehemalige Löwenstatue?

Die Sphinx

Megaltihische Spuren in Kekova/Türkei

Felsenstädte in Myra/Türkei

Pompeji/Italien

Die Pyramiden von Guimar/Teneriffa

Perfekte Säulen in Leptis Magna/Libyen

Faszinierende Ausstellungsstücke:

Vogelherd-Pferdchen im Schloß Hohentübingen

Rätselhafter Dodekaeder im Landesmuseum in Stuttgart

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